Kommunikation mit Kaninchen Maxi

 

Tröstlich und klug war die Aussage von Maxi auf die Frage nach seinem Sterben (per Euthanasie), die seinem Frauchen sehr auf dem Herzen lag.

 

Maxi, wie hast du dein Sterben empfunden?

"Das war kein leichter Weg. Aber er war nicht deshalb ein wenig holprig, weil er so war, wie er gewesen ist. Vielmehr waren es der Schmerz und das Leid im Herzen von meinem Menschen, die mir dabei ein wenig Kummer gemacht haben. Der Weg selbst, so wie er war, so wie wir ihn gemeinsam gegangen sind, war aber vollkommen in Ordnung. Ich durfte erleben, wie viel Liebe ein Mensch, selbst in einem so schweren Moment zu geben bereit ist. Das war für mich das größte Geschenk, das ich je erhalten habe! Dafür bin ich bis in alle Ewigkeit dankbar. Denn die Liebe ist immer ein großes Geschenk. In einem solchen Moment jedoch wird sie zu einer ganz besonderen Kostbarkeit. Ich war so wohl behütet und aufgehoben, es ist mit Worten kaum zu beschreiben. Es war ein Teil meiner Lebensaufgabe zu zeigen, dass Liebe immer möglich sein kann. Dankbar durfte ich sehen, dass die Aufgabe von dem Menschenkind an meiner Seite zwar voller Schmerz, aber nichtsdestotrotz mutig angenommen worden ist. Ich ging leicht, auch wenn es schwer schien. Es war wie das Schweben an einem silbernen Band, das immer mehr in die Höhe geht und irgendwann ist das Band weg und du merkst, dass du nun ganz alleine "fliegen" kannst. Du kannst das vergleichen mit dem Start eines Flugzeugs. Zuerst wirkt es plump, doch dann zeigt es seine Mögtlichkeiten. Zeigt wie schnell es werden kann. Und kaum denkst du, dass es nun nicht mehr schneller geht, hebt der schwere Koloss ab und wirkt leicht wie eine Feder. So habe ich es auch erlebt. Erst noch die Erdenschwere, dann ein schneller werden, immer schneller und dann auf einmal das Abheben, die Leichtigkeit und das Schweben. Sterben ist immer leicht, wenn man gelassen wird. Und natürlich auch, wenn man selbst gelassen ist. Doch Gelassenheit bzw. mangelnde Gelassenheit war nie mein Problem. Ich konnte mich dem Prozess hingeben, war ich doch wohl behütet und begleitet. Alleine der Schmerz im Herzen von meinem Menschen tat auch mir weh. Dennoch konnte ich ihn (ver)lassen und loslassen. Ich wusste und weiß ja, dass auch er wohl begleitet ist. Viele meiner Brüder und Schwestern sind noch bei ihm, um zu zeigen wo es lang geht. Mein Mensch schaut voller Liebe auf uns und hört sogar, was wir zu sagen haben. Das ist so wunderbar. Mein Sterben war ein Weg, den ich gehen konnte. Für mich war er ein leichtes."